Beim
Technologieeinsatz stehen Kosteneinsparungen heute nur noch an zweiter
Stelle - für Topmanager ist die IT ein strategischer Faktor!
Die Informationstechnologie
ist zu einem kritischen Erfolgsfaktor für Unternehmen geworden.
Wer nicht mit ihrer Entwicklung Schritt hält, büßt Wettbewerbsvorteile
ein. Erst wenige große Unternehmen gliedern ihre Informationstechnologie
bislang völlig global aus.
Gleichwohl gibt
es einige globale Trends im Umgang mit diesem Geschäft.
Unternehmensgruppen,
die ihre gesamte Informations technologie auf einen einzigen Dienstleister
übertragen, allein um Kosten einzusparen, stoßen über kurz oder lang
auf beträchtliche Probleme.
Unternehmen und
Organisationen gliedern ihre Informationstechnologie aus unterschiedlichen
Gründen aus, so z.B. in der Erwartung niedrigerer Kosten angesichts
hohen Wettbewerbsdrucks oder aus politischen Schwierigkeiten,
den operativen Wert von IT-Leistungen deutlich zu machen und schließlich
am häufigsten aus Enttäuschung über die Performance des eigenen IT-Bereichs.
Gleichwohl werden
die näheren und ferneren Konsequenzen des IT-Outsourcings selten
wirklich umfassend abgeschätzt, denn man übersieht dabei leicht, dass
die Entwicklung der Informationstechnologie ihrerseits die Art und Weise,
wie Unternehmen geführt, organisiert und betrieben werden, ganz nachhaltig
beeinflusst und verändert.
Die
-
Notwendigkeit
schnellerer Innovationen, der
-
Zwang zu
Wirtschaftlichkeit, der zunehmende
-
Wegfall von
regulativen Barrieren sowie die
-
dynamische
Entwicklung von Technologien und Produktionsprozessen
haben das Augenmerk
auf die Entwicklung und Pflege besonderer Kernkompetenzen gerichtet.
Selektives Outsourcing,
sorgfältige Vertragsgestaltung, aufmerksames Relationship Management
in Kombination mit der gezielten Entwicklung von In-House-IT-Kapazität
erweist sich in den letzten Jahren eindeutig als die sinnvollste
Praxis.
An die Stelle
von Standardverträgen von Dienstleistern muß notfalls neutraler
Expertenrat treten, dazu der jederzeitige interne Leistungsvergleich
mit einer Referenzperiode zur Erreichung des anvisierten Service-Levels
und schließlich die permanente Leistungsbewertung des Dienstleisters
unter Heranziehung einer Marktpreisübersicht.
Unternehmen vergeuden
oft hohen Finanz- und Arbeitsaufwand in ihre Supply- Chain-Infrastruktur
(IT-Struktur), ohne vorher eine zielführende Strategie überhaupt
formuliert zu haben. Wenn die eigene Supply Chain nicht zu den Ergebnissen
führt, die eine Klientel eigentlich vom Unternehmen erwartet, dann wird
die Supply Chain zum unerwünschten Begrenzungsfaktor der eigenen
Wettbewerbsfähigkeit.
Das Internet
setzt Zeit und Grenzen außer Kraft und revolutioniert damit den
gesamten Wertschöpfungsprozess eines Unternehmens.
Es entstehen Beschaffungs-
und Absatzkanäle, die völlig andere Kosten- und Umsatzstrukturen
aufweisen, vor allem aber von vorteilhaften zeitlichen Abläufen
profitieren.
Heute geht jedes
Unternehmen, dessen Wertschöpfungskette ein großes Reengineering-Potenzial
aufweist, das die Chancen innovativer Technologien aber nicht
nutzt, das Risiko ein, kurzfristig aus dem Markt gedrängt zu
werden.
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